Europäische Behörden haben zusammen mit dem FBI eine gemeinsame Polizeidienststelle gegen Internet-Kriminalität eingerichtet. Die beim European Cybercrime Centre (EC3) von Europol in Den Haag angesiedelte Joint Cybercrime Action Taskforce, kurz J-CAT, wird von der britischen National Crima Agency (NCA) und der Europäischen Cybercrime Taskforce unterstützt.

Von hier aus sollen Ermittlungen unter anderem gegen kriminelle Foren, Schadprogramme und Banking-Trojaner koordiniert werden. Auch gegen Botnets, Betrug, kriminelle Dienstleistungen und das Eindringen in fremde Netzwerke will das J-CAT international ermitteln. Dabei sollen Daten der nationalen Polizeibehörden zusammenfließen, ausgewertet werden und schließlich zu konkreten Fahndungsmaßnahmen führen. Über das EC3 sind alle EU-Staaten an J-CAT beteiligt; direkt nehmen Deutschland, Österreich, die USA, England, die Niederlande, Frankreich, Italien, Kanada und Spanien teil. Außerhalb der EU wollen Australien und Kolumbien die Taskforce unterstützen. Wie Troels Oerting, Chef des EC3 sagte, werden Experten und Analysten seiner Dienststelle das J-CAT mit Informationen versorgen. Oertel betonte auch, dass ein freies und sicheres Internet nicht allein durch die Polizei erreicht werden kann und mahnte gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligter an. Werden Fahndungserfolge wie der im Januar 2014 ausgehobene Pädophilenring also in Zukunft häufiger und schneller gelingen? Troels Oerting ist zuversichtlich: “Wir werden sehr bald praktische handfeste Ergebnisse sehen.”