Mit diesem vielversprechenden, ja fast schon reißerischen Titel strahlte die ARD am Montag, 14.07.2014 eine Reportage über Cyber-Attacken aus.
Die Sendung beginnt mit dem tödlichen Unfall des Enthüllungsjournalisten Michael Hastings, dessen Mercedes in 2013 ungebremst gegen die Leitplanke und abschließend gegen einen Baum prallte – bewusst vom Fahrer gewollt oder möglicherweise auf einen von außen gehackten und ferngesteuerten Bordcomputer zurückzuführen?

Um die immanenten Gefahren der fortschreitenden Digitalisierung zu verdeutlichen, wird vor laufender Kamera gezeigt, wie ein Auto, eine Luxusyacht und eine Drohne gehackt und ferngesteuert werden, auch kann man sehen, wie ein Garagentor und ein Herzschrittmacher manipuliert werden.

Beim Zuschauer kann schnell der Eindruck entstehen, dass man gegen die Ausnutzung der Vielzahl an möglichen Schwachstellen ohnehin machtlos ist.

In der Security-Branche ist es längst üblich, für ein umfassendes Sicherheitskonzept auch Methoden des Ethical Hacking einzubeziehen. Das bedeutet, dass speziell ausgebildete Securityspezialisten im Auftrag ihres Kunden dessen bestehende Sicherheitskonzept mit hackerüblichen Methoden zu knacken versuchen, um Schwachstellen aufdecken und schlussendlich beseitigen zu können.

Ein vollständig sicheres System ist allerdings eine Illusion. Die Situation ist vergleichbar mit dem Stürmer in einem Fußballspiel – selbst wenn er 89 Minuten gegen die Abwehr keine Chance hat, so reicht vielleicht die eine in der 90. Minute.